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Unsere
Tipp`s für den
März Rasenpflege von A-Z
Schon bald ist ein Jahresquartal abgelaufen, die Natur erwacht langsam. Die scheinbar regungslosen Pflanzen beginnen zu spriessen und zu wachsen. Die vielfach unansehlichen Flächen um Haus und Hof werden saftig grün. Jeder Einfamilienhausbesitzer, Abwart oder Hobbygärtner muss daran denken, schon bald wieder den ersten Rasenschnitt durchzuführen. Heute möchte ich ihnen erläutern, mit welchen Arbeiten sie während des Jahres mit ihrem Rasen zu rechnen haben. Denken sie im jetzigen Zeitpunkt vorerst an ihren Rasenmäher. Er muss bald ausgewintert werden, Funktionstüchtigkeit und Messerschärfe sind zu überprüfen. Mähen und Düngen Die ersten Schnittarbeiten werden, je nach Wachstum und Witterung, gegen Ende März ausgeführt. Ein gewöhnlicher Hausrasen wird alle 7-10 Tage gemäht. Die Mäharbeiten dauern bis ungefähr Mitte November. So erhalten wir ca. 30 Mähwochen. Im Sommer sind die Intervalle etwas länger, um Verbrennungen vorzubeugen. Oft fragt man sich, ob Schnittgut liegengelassen werden darf. Im Sommer, wenn die abgeschnittenen Halme sofort eindürren und sich keine Grasklumpen gebildet haben, kann man diese Frage bejahen. Anderseits sprechen einige Gründe dagegen: Unkrautsamen werden verschleppt, die Fäulnis- und Verfilzungsgefahr vergrössert sich, dürre Halmstücke können störend wirken und werden in ebenerdige Wohnungen und Bassins getragen. Um die Entwicklung des Rasens optimal zu fördern, ist Ende April eine Düngergabe notwendig. Eine zweite Düngung wird zwischen Mitte und Ende September verabreicht. Der Rasen ist ein starker Stickstoffzehrer. Die Düngung muss daher Stickstoffbetont sein. Stickstoff ist aber auch eines jener Nährelemente, das im Boden sehr schlecht gehalten werden kann. Man spricht von Auswaschung. Diese Nitrate (eine Form des Stickstoffes) gelangen ins Grundwasser, wo sie für uns zu einem Problem werden können. Darum empfehle ich, die Düngearbeit einer guten Gartenbaufirma zu übertragen. Diese wird sie beraten und einen individuellen Düngeplan ausarbeiten, am besten nach einer Bodenprobe. Weitere Pflegearbeiten Wer um sein Haus einen Rasen besitzt, der nur gedüngt und gemäht werden muss, kann sich glücklich schätzen. Um die Rasennarbe zufriedenstellend zu erhalten, sind oft weitere Pflegemassnahmen notwendig. Wässern: In heissen Sommerperioden benötigt ein Rasen drei bis vier Liter Wasser pro m2. Das heisst aber nicht, dass täglich gewässert werden muss. Gräser sollten erst gewässert werden, wenn sie sich grau-grün verfärben, leicht glasig wirken und Welkeerscheinungen deutlich werden. Wenn gewässert wird, soll morgens oder abends beregnet werden, dabei ist es wichtig, dass durchdringend gewässert wird. Ist das Wasserangebot nur auf die Bodenoberfläche beschränkt, so fühlen sich die Rasengräser nämlich nicht gezwungen, in die Tiefe zu wurzeln. Vertikutieren: Ein Vertikutiergerät besitzt vertikal angeordnete Schneidemesser, welch mit Rotation ein bis zwei cm tiefe Schlitzchen durch den Rasen ziehen. So wird Rasenfilz durchbrochen und entfernt. Gleichzeitig werden die Unkräuter geschwächt. Die Wasseraufnahme und der Luftaustausch des Bodens werden verbessert. Verikutierarbeiten werden im Frühling oder im Herbst ausgeführt. Aerifizieren: Mit einem einfachen Gerät sticht man 10 cm tiefe Zapfen aus dem Boden. Die Wirkung ähnelt dem vertikutieren. Die Zapfen werden zusammengenommen. Nach dem ärifizieren wird die Rasenfläche gleichmässig mit Sand abgestreut, um die Hohlräume im Boden wieder zu füllen. Der Sand muss kalkarm sein, vergewissern sie sich bei ihrem Lieferanten. Es lohnt sich kaum, für einen Hausrasen ein Aerifizier- oder ein Vertikutiergerät anzuschaffen. Oft können aber entsprechende Geräte bei einem Kleinmaschienenhändler gemietet werden. Weiter bietet ihnen dieser Pflegeservice jede seriöse Gartenbaufirma an. Krankheiten und Schädlinge im Rasen: Die Rasenfläche ist eigentlich eine Monokultur. Viele tausend Rasengräser stehen eng beisammen. In Monokulturen ist, wenn die Bedingungen nicht ganz zusagen, die Gefahr von Krankheits- und Schädlingsbefall gross. Mit den vorher genannten Pflegemassnahmen stärkt man die Rasengräser, diese werden widerstandsfähiger. Trotzdem können einige Krankheiten oder Schädlinge Schäden anrichten. Wenn der letzte Rasenschnitt zu früh erfolgte, die Grashalme also zu lang eingewintert werden oder Dünger falsch eingesetzt wurde, bildet sich bei kaltem und feuchtem Winterwetter der Schneeschimmel. Zusammengeklebte Blätter bilden ausgebleichte Flecken mit einem Durchmesser bis zu 30 cm. Das Erscheinungsbild dieses Pilzes gleicht einem Schimmelpilz. Um einem Befall im nächsten Jahr vorzubeugen, muss der Rasen spät zum letzten mal geschnitten werden. Die Düngung im Herbst hat so zu erfolgen, dass der Rasen nicht noch viele Vorräte an Nährstoffen, vor allem Stickstoff, hat. Ein anderer Rasenpilz, der ebenfalls bei kühler Witterung auftritt, ist die Blattfleckenkrankheit. Auf den Grashalmen bilden sich gelblich-braune, längliche, dunkel umrandete Flecken. Befallene Gräser faulen vom Stengel her ab. Der Rasen wird dünn, ist später weniger belastbar. Die zwei nächsten Krankheiten treten vor allem im Sommer auf: Bei der Rotspitzigkeit entstehen rote, Fadenähnliche Auswüchse am Halmende. Die Halme werden spröde, sie sterben ab. Diese Krankheit wird sehr schnell verschleppt. Sie entsteht oft an unsauber abgeschnittenen Halmen. Das heisst also, dass die Rasenmähermesser gut geschliffen sein müssen. Sicher haben sie in einem Rasen schon richtige Hutpilze gesehen! Ist ihnen dabei aufgefallen, dass diese fast in einem Kreis angeordnet sind? Das sind die sogenannten Hexenringe. Der Durchmesser dieser Ringe kann bis ein Meter sein. Diese vielen Hutpilze sind eine grosse „Familie", deren „Elternhaus" in der Kreismitte einige Centimeter im Boden ist. Von da aus wachsen bei feuchtwarmem Wetter die Pilzmycele, die Pilzwurzeln. Diese wachsen an die Oberfläche, um ihre Fortpflanzungsorgane zu bilden, eben diese Hutpilze. Der Pilz an und für sich stört nicht. Die kahlen Stellen, die er aber nach seinem Absterben hinterlässt, sind willkommene Flächen für Unkräuter. Mit der Pflege kann man den Krankheiten meistens so gut entgegenwirken, dass eine chemische Bekämpfung hinfällig wird. Auch tierische Schaderreger können dem Rasen zu Leibe rücken. Als Schädling bezeichnet man diejenigen Lebewesen, die an einem Ort unerwünscht sind. Bei Rasenflächen unterscheiden wir Blatt- und Wurzelfressende Schädlinge. Der bekannteste Wurzelfresser ist die Larve des Maikäfers. Die weisse, zusammengerollte Larve kann alle drei bis vier Jahre grösseren Schaden anrichten. Wenn Rasenflächen bei trockenem Wetter schneller unter Wassermangel leiden als üblich, deutet dies auf einen Befall hin. Gelegentlich können Räsen auch von Erdraupen befallen werden. Diese richten sowohl oberirdisch wie auch unterirdisch Schaden an. Es braucht aber ungefähr 100 Raupen pro m2, damit der Rasen ernsthaft geschwächt wird. Bei solch grossem Auftreten können ganze Rasenteppiche abgehoben werden. Dann ist eine Bekämpfung aber nicht mehr sinnvoll. Der Rasen ist schon sehr geschwächt und die Larven stehen meist kurz vor der Verpuppung. Natürliche Feinde sind die Vögel. Diese bieten denn auch die Möglichkeit, ein Befall frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig sorgen sie für einen natürlichen Rückgang der Raupen. Es gäbe eine genügend grosse Palette an chemischen Mitteln, um Schädlinge zu bekämpfen. Ein Einsatz ist aber meistens nicht angebracht. Man bedenke, dass zum Beispiel vergiftete Erdraupen in die Nahrungskette der Vögel gelangen. Oder, dass mit Pflanzenbehandlungsmittel oft auch Nützlinge getroffen werden. Mit den mechanischen Pflegemethoden (vertikutieren und ärifizieren) reduzieren wir Schädlinge im Boden sogar ungewollt! Räsen und Wiesen in ihrer Umwelt Bis jetzt war die Rede ausschliesslich vom Zierrasen, wie er noch immer am meisten angelegt wird. Der Zierrasen ist bequem zu begehen, es ist eine schöne, regelmässige Fläche, gilt als sehr billig im Bau und hat noch viele andere Vorteile. Die Monokultur, die ich schon vorher angesprochen habe, bringt aber auch einen ganz wichtigen Nachteil. Der Rasen ist, vom oekologischen Gesichtspunkt her gesehen, eher wertlos. Naturgartenfreunde sprechen von einer toten und unnatürlichen Fläche. Diese Meinung hat es in sich. So ganz von ungefähr kommt sie auch nicht. Die Monokultur „Rasen" verträgt nur ganz wenig Tiere und nimmt Schaden bei vielen Krankheiten. Was geschieht mit dem Rasen, wenn er nicht mehr gehegt und gepflegt wird? In unserem mitteleuropäischen Klima würde der Rasen wachsen und wachsen. Einige Gräser, die nicht Schatten vertragen, sterben ab. Andere gesellen sich dazu. Einzelne Blütenpflanzen nisten sich in die hohe Grasfläche. Es entsteht eine Wiese, wie sie in der Schweiz vorherrscht. Auch diese Wiesen werden gepflegt. Sie werden gemäht, beweidet und gedüngt. Jauche und Mist wird angelegt. Diese Fettwiesen werden also, wie der Rasen, in einem nutzbaren Zustand gehalten. Wenn diese Fettwiesen nur noch beweidet werden, entstehen wieder andere Pflanzengesellschaften. Es finden sich Pflanzen ein, die Blattrosetten bilden, sich also vor Tierfrass zu schützen versuchen. Ebenfalls gesellen sich immer mehr Kräuter und Wiesenblumen dazu. Der Nährstoffgehalt im Boden nimmt ab, weil das Organische Pflanzenmaterial durch die Beweidung verloren geht und nur ansatzweise durch Mist ersetzt wird. Es ensteht eine Kräuterwiese. Wenn man nun mit der Beweidung aufhört, wachsen die neuen Pflanzengesellschaften in die Höhe. Wiederum vertragen einzelne Pflanzen den Schattenwurf der höheren Pflanzen nicht und sterben ab. In die Lücke springen neue, robuste Pflanzen. Weil der Boden schon ziemlich arm an Nährstoffen ist, sind es vor allem Pflanzen, die keine grossen Ansprüchen stellen. Darunter sind viele konkurrenzstarke Blütenpflanzen, die wir heute oft nur noch in Kiesgruben, an Waldränden und in wenig genutzten Flächen antreffen. Es ensteht eine Magerwiese. Diese einfache Erläuterung wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst und dauert in der Natur viele Jahre. Und gerade darum ist es schwierig, in einem Hausgarten eine Kräuterwiese, eine Magerwiese oder eine Blumenwiese nach den Wünschen eines Gartenbesitzers anzulegen. Wenn jemand eine andere Grünfläche als der Rasen wünscht, ist neben einer standortgerechten Ansaat auch die Geduld des Gartenbesitzers von grosser Wichtigkeit. Moos und Unkraut im Rasen: Moos ist sehr konkurrenzstark gegegenüber Rasengräser. Es bildet sich vorallem in Räsen, die an feuchten Schattenlagen angelegt wurden. Nährstoffarmut, ein schlechter Wasserabzug, verdichteter Boden und ein sauerer Ph- Wert fördern die Moosbildung erheblich. Moos entwickelt sich besonders im Winter und bildet im Frühling Vermehrungsorgane. Die Bekämpfung erfolgt also am besten im Frühjahr. Mit geeigneten Pflegemassnahmen (vertikutieren und ärifizieren) kann der Moosbildung Einhalt geboten werden. An Schattenlagen empfiehlt sich die Ansaat mit speziellen, schattenverträglichen Rasenmischungen. Aehnlich verhält es sich mit dem Unkraut. Als Unkräuter bezeichnen wir jene Pflanzen, die an einem unerwünschten Standort wachsen. Im Rasen sind dies Kleearten und breitblättrige Pflanzen. Auch grobborstige Grasarten können lästig werden. Bei richtigen, regelmässigen Pflegemassnahmen sind Unkräuter im Rasen kaum ein Problem. Die Entwicklung findet nur dort statt, wo die Grasnarbe lückenhaft ist, oder die Nährstoffversorgung ungenügend war. Bepflanzte Balkonkisten auf Ostern: Jetzt, in der vorösterlichen Zeit, gibt es viele schöne Sachen, um eine hübsche Zierde auf Balkone und vor Fenster zu zaubern. Im Angebot des Dorfgärtners sind vor allem Tulpen, Osterglocken, Hyazinthen, Primeln und Stiefmütterchen. Diese Pflanzen garantieren eine reiche Blütenpracht weit über Ostern hinaus. Pro Kiste, die 80 cm misst, benötigt man fünf bis sieben Pflanzen. Beim Pflanzenkauf müssen ein paar Dinge beachtet werden: Tulpen und Hyazinthen, die schon jetzt viel Farbe an den Blütenknospen zeigen, blühen in Kürze auf. Pflanzen mit kleinen Knospen sind von Vorteil. Sie entfalten ihre Blüten genau um Ostern. Ähnlich verhält es sich mit den Primeln und den Stiefmütterchen. Sie dürfen zwar schon blühen, wichtig ist aber, dass sie viele Knospen aufweisen. Für das Erdsubstrat gelten ebenfalls einige Kriterien: Es darf nicht zu viel Torf enthalten. Torf trocknet schnell aus und ist nur schwer wieder benetzbar. Mit einer guten, eher schweren Erdmischung, welche einen Vorrat an Langzeitdünger enthält, dient den Balkonpflanzen am besten. Wird schon jetzt eine gute Erde gewählt, kann diese sogar für die Geranien weiter verwendet werden. Beim bepflanzen der Blumenkisten gilt es folgendes zu beachten: Die Kisten müssen, je nach Grösse, drei bis sechs Löcher aufweisen, welche mit Tonscherben abgedeckt werden. Die Gefässe werden zu zwei Drittel mit Erde aufgefüllt und unter Beigabe des restlichen Substrates bepflanzt. Mit einem Giessrand wird verhindert, dass beim giessen Erde über den Rand läuft. Neben der Pflanzenkombinationen können die Kisten mit vielen Materialien ausgestaltet werden. Zum Beispiel mit Weidenkätzchen, Österlichen Figuren, Moosen, Kies, Wurzeln und anderen mehr. Für die Gestaltung der Gefässe kann man der Fantasie freien Lauf lassen! |