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Unsere
Tipp`s für den
November Weihnachts- und Adventsschmuck Untrügliches Zeichen für die Advents- und Weihnachtszeit sind einerseits die längeren Nächte und das kühler werdende Klima, anderseits die bevorstehenden besinnlichen Tage. Sehr viele Aktivitäten rund um Weihnachten haben ihren Ursprung in heidnischen Bräuchen. Alljährlich aber gesellen sich neue Trends zu den traditionellen Elementen, so ist der Adventskranz erst Mitte des 19. Jahrhunderts in seiner heutigen Form entstanden. Für Bastelfreunde, Gärtner und Floristen beginnt mit der Adventszeit eine ganz besondere Zeit. Gefragt sind nämlich Kreativität und Ideen, verarbeitet zu Girlanden, Gestecken und Adventskränzen, die überdies die traditionellen Elemente beinhalten. Bräuche und Symbole Die Verwendung von wintergrünen Gehölzen und Früchten in der vorweihnächtlichen Zeit geht auf heidnisches Brauchtum zurück. Mit ihren Bräuchen glaubten die Heiden an ein Weiterleben ihres Glaubens. Wintergrüne Gehölze und Früchte hatten eine sehr grosse Bedeutung. So ist das überdauernde Grün nicht nur ein Symbol für den Sieg über den Winter, sondern soll auch Kraft gegen das Böse ausstrahlen. Noch heute werden deshalb in einigen Gegenden Nordeuropas Tannenzweige über den Stalltüren befestigt. Etwas weiter nördlich, in Skandinavien, begegnet man einem weiteren Symbol, der Kerze. Das Licht und die Wärme, die Kerzen ausstrahlen, stellten gar lebensnotwendige Dinge im Leben der nördlichen Völker dar, sind doch die Nächte in dieser Jahreszeit bald 24 Stunden lang. Zur Wintersonnenwende wird sogar ein Lichterfest gefeiert, wo Kerzen und Feuer im Mittelpunkt stehen. Einen ganz anderen Sinn haben die Früchte: Früher brachten die Menschen Früchte als Opfer dar und baten um den Schutz vor bösen Mächten. Die Samen in den Früchten bedeuteten den Keim neuen Lebens nach dem Winter, wichtige Dinge für unsere Vorfahren, die nicht auf die Dienste von Läden und Einkaufszentren zählen konnten. Den Symbolen wird noch heute Rechnung getragen, wenn auch in anderer Form. Adventskränze, Girlanden und andere Schmuckformen stehen für Fruchtbarkeit, Überleben und den Neubeginn im folgendem Frühjahr. Einigen Materialien wird eine noch tiefere Bedeutung nachgesagt: Die Rinde symbolisiert Schutz, das Holz Vorrat und Wärme, Gewürze Kostbarkeit und Erinnerung und Ranken symbolisieren Zusammenhalt. Im weiteren sind Symbole und Bräuche intensiv mit Farben verbunden: Das Grün der Zweige soll Hoffnung schenken, das Gelb des Lichtes innere Wärme und das Rot der Früchte ist die Farbe der Lebenskraft und der Liebe. Adventsbinderei Dem weitreichenden Ursprung durch Symbolik und Brauchtum ist es zu verdanken, dass noch heute die traditionellen Elemente wie Tür- und Adventskranz weit verbreitet sind. Der Adventskranz ist übrigens die jüngste Form der traditionellen Adventsfloristik. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstand der Adventskranz im Norden Deutschlands, von wo er sich schnell verbreitete. Die wohl bekannteste Form ist der Tischadventskranz. Daneben kennt man noch die vierteilige Apfelpyramide und den Adventskranz zum aufhängen. Der Tischadventskranz wird mit Koniferengrün meistens auf Strohreifen gebunden. Entsprechend den vier Adventssonntagen wird der Kranz mit vier Kerzen garniert. Beim traditionellen Adventskranz sind die Werkstoffe symmetrisch angeordnet. Dies im Gegensatz zu eher zeitgemässen Adventsbindereien: Unterlagen aus Kunststoffsteckmassen, Kork, Zweigen, Wurzeln und ähnlichem, erlauben sehr viele Variationen der Gestaltung. So können die Kerzen asymmetrisch angeordnet werden und müssen nicht unbedingt die gleiche Grösse und Form aufweisen. Die verschiedensten Garniermaterialien erlauben zudem verschiedenste Adventskränze. Trotz den vielen Möglichkeiten muss aber der Adventsgedanke erkennbar bleiben. Adventsgestecke Adventsgestecke sind eine weitere, sehr beliebte Form vorweihnächtlichen Schmuckes. Auch hier finden die symbolträchtigen Materialien ihre Verwendung, werden aber durch, der Mode unterworfene Zutaten, ergänzt. Bei diesen Arrangements ist die runde Form des Adventskranzes kaum zu finden. Die Gestecke weisen nämlich ein oder mehrere Gestaltungs- oder Blickpunkte auf. Bei der Gestaltung bleibt die Kerze der Mittelpunkt und wird entsprechend verarbeitet. Entweder bildet sie zusammen mit anderen Materialien die Hauptgruppe, oder eine Gegengruppe. Eines ist immer zu beachten: Die Kerze verändert durch das abbrennen ihre Form. Somit wird die Aussagekraft des Gesteckes laufend verändert. Ein wesentlicher Punkt ist ausserdem, dass die verarbeiteten Ideen und Formen mit einer ganzen und einer halben Kerze ablesbar bleiben. Auch von Wichtigkeit ist, dass man die Brandgefahr, die von einer Kerze ausgeht, schon beim herstellen eines Gesteckes im Auge behält. Das heisst, dass brennbare Materialien neben oder sogar über Kerzen nicht verarbeitet werden dürfen. Auch Kerzen, die zu dicht nebeneinander stehen, stellen eine Gefahr dar. Sie schmelzen sich gegenseitig an und brennen innert Kürze ab. Nicht zu vergessen sind die harzhaltigen Koniferenzweige und Zapfen, die sich in trockenem Zustand explosionsartig entzünden können. Adventskränze herstellen Ausser dem Wickeldraht könnten alle für einen Adventskranz nötigen Materialien selber hergestellt werden. Doch es lohnt sich, Strohreif und Kerzen zu kaufen. Die übrigen Materialien wie Früchte, Äste, getrocknete Pilze usw. können im Herbst im Wald gesammelt werden. Es fehlen noch die Koniferenzweige: Dazu bieten sich die Nadelgehölze im eigenen Garten an, von denen man jährlich einige Äste vorsichtig wegschneiden kann. Aber auch für Leute ohne Garten gibt es eine gute Bezugsquelle: Oftmals hilft ein guter Draht zu einem Landschaftsgärtner oder einem Baumschulisten. Bei den jährlich wiederkehrenden Pflegearbeiten fallen nämlich oftmals grössere Mengen Zweige an, welches günstig erworben werden kann. Sobald das Material bereitgestellt ist, (Bild 1), befestigt man den Wickeldraht am Strohreif. Zweig um Zweig wird nun mit dem Draht am Reif angebunden. Die Schnittstellen der 10 - 15 Zentimeter langen Zweiglein werden laufend mit den neu Hinzukommenden verdeckt (Bild 2). Dazwischen kann man einige andere Sachen einbinden. Materialien ohne Stiel, wie Zapfen oder Nüsse werden mit einem etwas dickeren Blumendraht angedrahtet und zwischen den Zweigen festgemacht. Am Schluss steckt man die Kerzen in den Adventskranz (Bild 3). Sie werden mittels Draht verlängert. Dazu ein Tip: Die Kerze ungefähr eine halbe Stunde in warmes Wasser stellen den Draht erhitzen und ihn sorgfältig in die Kerze stossen. Viel Vergnügen beim basteln! Trends Genau gleich wie in der Modebranche werden die Weichen für die Advents- und Weihnachtsbinderei schon Monate früher gestellt. Auf verschiedenen Messen und Veranstaltungen im späten Sommer versuchen Floristen und Gärtner die neuen Trends abzulesen: In diesem Jahr sind die Farben Rot, Grün und Gold hoch im Kurs. Entgegen früheren Jahren sind die Farben aber nicht glänzend, sondern matt. Die trendigen Farben in diesem Jahr kommen auch noch aus einer anderen Richtung: Wie auch in der Kleiderbranche gewinnen Orange und Hellblau an Boden. Verschiedene Farbnuancen mit Namen wie Champagner, Ingwer, Aubergine, Elfenbein und Sand, vervollständigen die diesjährige Palette. Als Zubehör sind die Barock anmutenden Engel und verschiedest bemalte und unbemalte Tonfiguren zum aufhängen und hinstellen sehr verbreitet. Ein Novum stellen speziell beschichtete Kugeln dar, deren Aussehen demjenigen von abgebrochenem Eis erinnert. Man darf gespannt sein. Christbäume In den Schweizer Stuben stehen auch dieses Jahr wieder verschiedene Christbaumarten. Bevorzugt werden Christbäume, die locker und regelmässig beastet sind, eine typische Nadelfärbung aufweisen und die Nadeln nicht schon nach zehn Tagen fallen lassen. Gerade diesem Umstand tragen die Rottannen zuwenig Rechnung. Es sei denn, sie gelangen frisch geschnitten in die Wohnung. Im gleichen Atemzug muss man etwas näher darauf eingehen: Selbstverständlich versuchen die vielen Anbieter von Christbäumen frisch geschnittene Tannen zu liefern. Vom Schnittpunkt bis zum Endverbraucher vergehen oftmals bis zu drei Wochen. Diese Zeitspanne überstehen die meisten Christbäume jedoch problemlos. Der Alterungsprozess geht nämlich in den warmen Stuben in der Zeit nach Weihnachten viel schneller voran, als zuvor im Freien. Neben den eher weniger geeigneten Rottannen (Picea abies), kommt den Weisstannen (Abies alba), eine sehr grosse Bedeutung zu. Der Kerzengerade Stamm, die glatte Rinde, waagrecht abstehende Äste und die dunkelgrün glänzenden Nadeln zeichnen die Weisstannen aus. Die gleichen Kriterien gelten auch für die Nordmannstanne (Abies nordmanniana). Bei der Nordmannstanne ist die Benadelung jedoch viel dichter. Die Nadeln sind bürstenförmig angeordnet und etwas länger. Seit längerer Zeit halten auch Blautannen (Picea pungens), Einzug als Weihnachtsbaum. Die attraktive, blaue Nadelfärbung ist jedoch nur bei ausgelesenen Sorten ausgeprägt, was sich im Preis niederschlägt. Angeboten werden auch sogenannte Blautannen-Sämlinge, deren Nadelfarbe meist ein bisschen ins graue abschwenkt. Nadeln der Blautannen stehen radial, sind starr und stechend. In den letzten Jahren ist ein weiterer Verkaufsschlager aufgetreten: Vermehrt werden die Weihnachtsbäume als ganze Pflanzen in Töpfen angeboten, mit der Idee, sie nach Weihnachten im eigenen Garten anzupflanzen. Wer einen solchen Weihnachtsbaum erwirbt, muss sich im klaren sein, dass der Baum in der Stube regelmässig gegossen werden muss. Vor dem Auspflanzen in den Garten ist er sorgfältig an das frostige Klima anzupassen, weil der Temperaturunterschied sogar den Tannen schaden kann. Blütenpflanzen, Tür- und Balkonschmuck Als Blütenpflanze mit Tradition gilt der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima). Der Weihnachtsstern hat die Fähigkeit, nur dann zu blühen, wenn der Tag kürzer ist als die Nacht. Übrigens: Fälschlicherweise werden oft die grossen roten Blätter als Blüte bezeichnet, dies sind jedoch nur Hochblätter und dienen in der Heimat der Weihnachtssterne (Mexiko) zur Insektenanlockung. Die eigentlichen Blüten stehen inmitten der Hochblätter. Der Weihnachtsstern verträgt aber keine Temperaturen unter 15°C. Also müssen andere Wege für einen attraktiven Balkon- und Türschmuck gesucht werden. Mutter Natur hält uns ein paar schöne Sachen bereit: Nadelgehölze in Grün-, Blau- und Gelbtönen sind lange haltbar und eignen sich sehr gut zum binden von Girlanden und sichelförmigen oder runden Türdekorationen. Ebenso eignen sich Gehölze mit roter oder gelber Rinde, welche jedem Türkranz eine unvergleichliche Note geben. Ausgarnieren kann man die Kränze mit Früchten von Liguster, Hagebutten, Holz oder Zierapfel und vielem anderen. Türkränze und Girlanden werden oftmals mit einem Band verziert und unterscheiden sich so von den Adventskränzen. Die vorweihnächtliche Zeit kann aber auch auf Balkonen und Fenstersimsen Einzug halten: Die mit winterharten Blattschmuckpflanzen bepflanzten Balkonkisten (Gartenserie Oktober) können ganz einfach mit Koniferenzweigen ausgarniert werden. Einfache, im Handel erhältliche Tonfigürchen (kleine Töpfe, Sterne und Monde) sorgen in jedem Kistchen für das gewisse Etwas. Unverzeihlich wäre das Vergessen von Lichterketten. Gerade in der Adventszeit, mit den langen dunklen Nächten, wirken Lichterketten auf dem Balkon besonders stimmungsvoll. Inzwischen werden verschiedenste Beleuchtungsmaterialien angeboten: Von den traditionellen Lichtersträngen über Lichtervorhänge mit vielen kleinen Lämpchen, bis hin zu farbigen Lichterketten à la USA.
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